Zu Besuch in der Vogelstation auf Öland (Schweden) Teil 1
- Tiergarten Tautendorf

- 8. März
- 3 Min. Lesezeit
Am südlichsen Zipfel der Insel Öland gibt es eine bedeutende Ornitologische Station, die den Zug vieler Zugvögel aus ganz Europa beobachtet und diese erfasst!
Es ist die Insel mit den zwei Gesichtern. Rauh,karg und wild. So zeigt sich der südliche Teil von Öland seinen Besuchern. Ottenby, ganz im Süden der Insel Öland, ist eines der besten Vogelbeobachtungsgebiete in Schweden – hier wurden 377 Arten beobachtet. Ein Besuch auf Öland bietet das ganze Jahr über fantastische Möglichkeiten für Vogelstudien.

Das Ottenby Bird Observatory wurde 1946 gegründet und führt seitdem Studien über Zugvögel durch. Jedes Jahr werden rund 20000 Vögel beringt. Darüber hinaus ist das Vogelobservatorium an Forschungsprojekten zur Vogelwanderung auf der Insel Capri in Italien und in Nigeria beteiligt.
Hier in Ottenby wird seit dem 19. Jahrhundert Vogelforschung betrieben, als Wilhelm Meves, Gustaf Kolthoff und Kjell Kolthoff die ersten Pionierarbeiten zur Ökologie von Zugvögeln leisteten. Die Vogelstation wurde nach dem Krieg errichtet, und die ersten wissenschaftlichen Artikel, die auf dem gesammelten Material basierten, wurden Ende der 1940er Jahre veröffentlicht.
Die Vogelstation führt ihre eigene Forschung bis heute fort und betreibt darüber hinaus umfangreiche Auftragsforschung, d. h. sie liefert Daten und Proben an externe Auftraggeber wie akademische Einrichtungen, private Forscher und Behörden.

Als wir nun im Februar 26 vor Ort waren, war das Wetter alles andere als ideal. Es war extrem stürmisch, es gab viel Schnee, und Schneewehen türmten sich an den Straßenrändern Richtung Ottenby teilweise meterhoch. Unser Weg führte uns vorbei an rauher Landschaft, an kleinen Feldern und unzähligen Windmühlen. Die letzten Kilometer vor Ottenby fuhren wir durch eine eingezäunte Landschaft, wo im Sommer sicherlich Schafe und Kühe weiden. Nach etwa 2 Stunden Fahrt von unserem Quartier hatten wir unser Ziel erreicht. Doch zu unserem Erstaunen trafen wir nach unserere Anreise über spiegelglatte Straßen einige der Vogelfreunde vor Ort an.
Es ist ein beeindruckender Platz. Ringsum Wasser. Die Ostsee rauh und wild wie nur an wenigen Orten. Von diesem Punkt der Insel kann man das Festland von Schweden nicht ausmachen. Hier nun, in dieser, zumindest an diesem Tag unwirtlichen Gegend ruhrn sich Zugvögel von ihrer langen Reise aus. Sie tanken Kraft und nehmen Nahrung auf. Abertausende Tiere nutzen hier diesen Teil der Insel als Zwischenstop, wenn sie in den hohen Norden oder in den Süden weiterziehen.

Es waren nicht viele Vögel an diesem Tag zu sehen. Etwa 100 Meter vom Strand entfernt konnten Wir ein paar Wildgänse und Enten ausmachen. An Land waren einige Schnäpfen, Möwen und Pfeifer zu sehen. Von den hier anzutreffenden Robben fehlte an diesem Tag jede Spur. Sicherlich war dies dem Wetter und der Rauhen See geschuldet.




Die Landschaft, die Kargheit der Landschaft hat uns sehr beeindruckt, und erinnerte uns ein wenig an den ganz hohen Norden Skandinaviens. Es ist eine andere Welt, in die man in diesem Teil der Insel eintaucht. Es wird sicherlich unser letzter Besuch auf Öland sein. Es ist sicherlich eine tolle Erfahrung, die Insel einmal im Sommer zu bereisen.
Wie es im nördlichen Teil der Insel aussieht, dass erzählen wir euch im 2. Teil unseres Reiseberichts.



Kommentare