Nachwuchs bei Traudel & Franzl.

Was für eine Überraschung am heutigen Tage. Da verbringt man den Großteil des Tages bei den Tieren im Garten und bemerkt nicht, dass Traudel Nachwuchs im Beutel hat.

Seltsam!



Traudel mit Nachwuchs im Beutel.

Da muss erst ein guter Freund der Familie kommen, und das Kleine zu bemerken. Er kam zu mir und meinte: " Das ist ja niedlich das Kleine" ! Ich fragte was denn da niedlich wäre? Denn die Entchen waren ja die neusten Kinder im Tiergarten Tautendorf, und bekanntlich nicht nur eins.

Also nix wie hin zu den Hüpflingen. Und siehe da, nach wenigen Minuten rappelte es im Beutel von Traudel. Erst bahnte sich eine kleine Stubsnase den Weg ins Freie. Einen Augenblick später das ganze Köpfchen. Noch ohne Haare, aber unglaublich niedlich.



Einfach süß das Kleine!

Auch wenn wir das Kleine erst heute entdeckt wurde, so ist das kleine Wesen gar nicht so neu. Denn die Fortpflanzung ist bei den Kängurus etwas anderes wie bei anderen Säugetieren. Weibliche Kängurus bringten in der Regel nur ein Jungtier auf einmal zur Welt, selten auch zwei. Kurz nach der Geburt kann sich das Weibchen aber erneut paaren. Jedoch entwickelt sich der neue Keimling in der Gebärmutter nicht weiter, wenn noch ein Junges im Beutel ist.


Wie bei allen Beuteltieren kommen Kängurubabys nach einer kurzen Tragzeit von rund 20 bis 40 Tagen, verglichen mit Plazentatieren, relativ unterentwickelt zur Welt. Selbst bei der größten Känguruart, dem Roten Riesenkänguru, misst das Jungtier bei der Geburt nur 2,5 Zentimeter und wiegt 0,75 Gramm. Üblicherweise kommt nur ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten. Es krabbelt nach der Geburt selbstständig vom Geburtskanal in den Beutel und hängt sich mit dem Maul an eine Zitze, die es während der nächsten zwei bis drei Monate nicht loslässt.


Bei vielen Arten kommt es zu einer „verzögerten Geburt“: Unmittelbar nach der Geburt eines Jungtieres paart sich das Weibchen erneut. Dieser Embryo wächst jedoch kaum weiter, bis das große Jungtier den Beutel endgültig verlassen hat. Erst dann entwickelt der Embryo sich weiter und kommt zur Welt. Der evolutionäre Vorteil dürfte in den teils unwirtlichen Lebensräumen dieser Tiere stecken: Sollte das Jungtier sterben oder die Mutter es verlassen müssen, ist sofort ein Nachfolger da.


Nach rund einem halben Jahr verlässt das Jungtier erstmals den Beutel; mit rund acht Monaten ist es endgültig zu groß geworden, um noch hineinzupassen. Jungtiere werden aber bis zum Alter von rund einem Jahr gesäugt. Zu diesem Zweck stecken sie den Kopf in den Beutel der Mutter, wo häufig bereits ein weiteres kleines Jungtier genährt wird. In solchen Fällen trinken großes und kleines Jungtier an verschiedenen Zitzen, die auch Milch in verschiedener Zusammensetzung abgeben.




Doch nun genug mit dem Fachgesimpel. Wir hoffen das die kleine Maus gesund und munter aufwächst, und vielleicht später selbst einmal Nachwuchs haben wird.

Das kleine trägt übrigens den Namen "TINA". In Erinnerung an eine gute Freundin, welche im vergangenen November an Corona verstorben ist!

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